Viktor Enns Fotografie

Die angenehmsten Fotos deines Lebens

Viktor Enns

WARUM FOTOGRAFIE?

"Ein Mann muss stark sein, dann ist er ein Mann" so spricht der Volksmund in so ziemlich jeder Kultur. Ein schwach wirkender Mann wird mit Missgunst betrachtet. Wehe dem, der von seinem stolzen weißen Ross fällt und um Hilfe bittet. Viele Generationen haben so gedacht und viele fühlen immer noch in diese Richtung. Das bürgt uns eine unglaubliche Last auf die Schultern. Selbst wenn wir nicht aktiv daran denken, sind wir wie Atlas aus der griechischen Mythologie, der die Welt auf seinen Schultern trägt. Wir sind stark für unsere Freunde, unsere Liebsten und unsere Eltern. Das ist eine große Aufgabe, der wir nicht immer gewachsen sind. 

Zum Glück durchschreiten wir jetzt eine emotionale Emanzipation des Mannes. Er darf auch mal Schwäche zeigen und um Rat fragen. Wir Männer erlauben es uns in der eigenen Eitelkeit zu fröhnen, was früher Frauen für sich beansprucht haben. Wir dürfen uns auch mal in Szene setzen und mit unserem Image spielen. Auch hier gehen die schönsten Bilder oft in die starke und coole Kategorie, doch gibt es auch eine große Menge lustiger Bilder in denen Männer sich nicht ernst nehmen und dadurch noch stärker wirken. 


Es gibt immer noch eine Vielzahl von Leuten, die meinen Männer sind nicht das richtige Publikum für filmische Portraits und für Heldenbilder. Diesen Leuten danke ich für ihre Meinung und freue mich, dass ich jeden Tag Männer kennenlerne, die genau das Gegenteil behaupten. Sie wünschen sich ihre natürliche Heldenseite zu zeigen. Sie sind es bereits und mögen sich selbst so wie sie sind. Sie suchen keine Bestätigung von aussen. Die Portraits sind vor allem für sie selbst. Mein Teil dabei ist es die unangenehme Spannung, die eine Kamera auf einen Ungeübten auswirkt, zu entfernen. Sobald der Fotograf hinter dem Guckloch verschwindet und der Blickkontakt zu einer lebenden Person verschwindet, fühlen wir uns nackt und hilflos vor der Linse. Die Kamera scheint uns zu beurteilen. Humor hilft in dieser Situation. Und wenn ich den Affen mache und mich mehr bloßstelle als die Person vor der Kamera, geht der Druck deutlich zurück und wir können anfangen unsere Arbeit zu tun. Meine Frage bei jedem Bild ist: Welches Gefühl ruft das Bild beim Betrachter hervor. Wenn die Antworten mir gefallen, bleiben die Bilder, wenn nicht, ändern wir ein Paar Sachen und machen das Bild neu. 

Ich arbeite am häufigsten mit Männern, die noch nie oder nur sehr selten vor der Kamera waren. Sie sind meine Spezialität und ich mag es, aus einem frischen und anfangs schüchternen Modell die Drecksau zu locken. 

Was mache ich mit meinen Händen und wie gucke ich richtig? 

Alle Portraits, die ich zeige, sind "natürliche Fakes"

Fotografie hat für mich als Ausdrucksmedium angefangen. Die Bilder aus meinem Kopf fest zu halten, sollte schnell gehen, weil Ideen meist flüchtig sind. Zeichnen war nicht aussagekräftig genug und Malerei hat zu lange gedauert. Fotografie kam mir recht. Nach und nach ist sie aber zu einem Kommunikationsmedium erwachsen und wird immer mehr zu einem Hilfsmittel meinen Kunden ihre beste oder wie ich oft sage: Heldenseite zu zeigen.

Vor einer Weile habe ich bemerkt, dass meine Bilder meinen Kunden helfen ein besseres Selbstbild zu entwickeln. Die damals noch vorwiegend jungen Frauen zeigten sich offener, selbstbewusster und mutiger als zuvor, weil sie gesehen haben, so nehme ich an, dass sie schöner sind als sie meinen. Und dass wenn ich sie so sehen kann, dass andere und vor allem sie selbst sich genauso sehen können.

Diesen Effekt möchte ich nun auch Männern geben. sie werden in der Hinsicht sehr stark vernachlässigt deswegen habe ich vor kurzem beschlossen hauptsächlich Männerfotos zu machen und zu versuchen, das Selbstwertgefühl von Männern zu steigern. „Warum das denn? Die haben doch genug!“ wird mancher fragen.

Ja und nein. Es mag scheinen, dass Männer viel Selbstwertgefühl haben, doch sie sind genauso sensibel wie Frauen und möchten ebenso beachtet und geliebt werden. Nur weil sie manchmal härtere Umgangsformen pflegen, heißt es nicht, dass ihr Herz aus Stein ist. Wenn sie aber sehen, dass sie es wert sind, geliebt und verehrt zu werden – so wie Frauen auch – haben sie hoffentlich, die Einsicht, sich einem besseren Leben öffnen zu wollen. Das mag zu höherer Empathie und emotionaler Intelligenz führen und diese wiederum zu besserer Kommunikation und die wiederum zu besserem Bewältigen von Problemen miteinander, statt allein oder gegeneinander.

Aus dem Grund: Werte Männer – helft mir eure Heldenseite zu zeigen. Da haben alle etwas von.


Es gibt mich auch mit unterschiedlichen Gesichtern. So wandelt sich mein Selbstbild jedes Mal, wenn ich ein Bild von mir mache, in dem ich völlig anders aussehe als zuvor. Meiner Meinung nach ist das eine der wichtigsten Übungen für einen Fotografen. Wenn ich mich selbst nicht vor der Kamera wohlfühlen kann, wie soll ich andere dazu bringen?

 

Viktor Enns Fotografie

Die angenehmsten Fotos deines Lebens

 

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